Eine gute Notversorgung muss nicht kompliziert sein. Für den Anfang reicht ein Ziel: Der Haushalt soll mindestens 72 Stunden ohne normalen Einkauf, ohne gewohnte Stromversorgung und ohne sofortige Hilfe von außen zurechtkommen.
72 Stunden bedeuten nicht, dass danach alles vorbei ist. Es ist aber ein realistischer Startpunkt. Wer drei Tage vorbereitet ist, kann später leichter auf eine Woche oder zehn Tage erweitern.
Warum gerade 72 Stunden?
Viele Störungen sind kurz. Ein lokaler Stromausfall, eine blockierte Straße, ein Unwetter oder ein technisches Problem kann den Alltag für einige Stunden oder Tage unterbrechen. In dieser Zeit hilft ein einfacher Vorrat mehr als ein perfekter Plan, der nie umgesetzt wird.
Eine 72-Stunden-Notversorgung sollte diese Bereiche abdecken:
Wasser
Lebensmittel
Licht
Energie für kleine Geräte
Kommunikation
Hygiene
Medizin
Dokumente
Bargeld
Grundausstattung für Kinder, Senioren oder Haustiere
1. Wasser
Wasser ist der wichtigste Punkt. Plane mindestens Trinkwasser für alle Personen im Haushalt ein. Zusätzlich sollte man an Kochen, Hygiene und Haustiere denken.
Für einen einfachen Start:
2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag
zusätzlich Wasser für Haustiere
etwas Brauchwasser für Hygiene und Reinigung
2. Lebensmittel
Die Lebensmittel sollten haltbar, einfach und ohne komplizierte Zubereitung nutzbar sein. Gut geeignet sind:
Konserven
Reis oder Nudeln
Haferflocken
Knäckebrot
Nüsse
Trockenfrüchte
Fertiggerichte im Glas oder in der Dose
Baby- oder Spezialnahrung, falls nötig
Wichtig: Ein manueller Dosenöffner gehört immer dazu.
3. Licht
Bei Stromausfall ist Licht sofort wichtig. Kerzen können helfen, sind aber wegen Brandgefahr nicht die erste Wahl. Besser sind:
Taschenlampen
Stirnlampen
LED-Laternen
Ersatzbatterien
Solarleuchten
4. Energie
Viele Menschen unterschätzen, wie abhängig sie vom Handy sind. Bereite vor:
Powerbanks
Ladekabel
USB-Ladegeräte
eventuell kleines Solarladegerät
volle Akkus für Lampen oder Radio
5. Kommunikation
Wenn Internet oder Mobilfunk eingeschränkt sind, braucht man Alternativen:
batteriebetriebenes Radio
Kurbelradio
wichtige Telefonnummern auf Papier
Treffpunkt für Familie
kurzer Plan, wer wen informiert
6. Hygiene
Hygiene wird schnell wichtig, wenn Wasser oder Strom fehlen:
Toilettenpapier
Feuchttücher
Seife
Desinfektionsmittel
Müllsäcke
Damenhygiene
Windeln, falls nötig
Einweghandschuhe
7. Medizin
Medikamente sollten nicht erst im Notfall gesucht werden:
persönliche Dauermedikamente
kleine Hausapotheke
Verbandsmaterial
Schmerzmittel
Fieberthermometer
Liste wichtiger Diagnosen und Medikamente
8. Dokumente und Bargeld
Lege wichtige Unterlagen griffbereit ab:
Ausweiskopien
Versicherungsdaten
Notfallkontakte
Medikamentenliste
etwas Bargeld in kleinen Scheinen
Fazit
Eine 72-Stunden-Notversorgung ist kein Luxus. Sie ist eine einfache Absicherung für normale Haushalte.
Fange klein an. Wasser, Licht, Lebensmittel und Kommunikation reichen als erster Schritt. Danach kannst du deine Vorbereitung Stück für Stück erweitern.
Passender Download: Basis-Notvorrat für 72 Stunden.
Ratgeber
Allgemein
03.03.2026
Was gehört in eine 72-Stunden-Notversorgung?
Eine 72-Stunden-Notversorgung ist der einfachste Einstieg in sinnvolle Krisenvorbereitung. Sie hilft bei Stromausfall, Unwetter, Versorgungsausfällen oder kurzfristigen Störungen im Alltag.