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Deutschland

Länderinformationen zu Deutschland mit Notrufnummern, Warnsystemen, Blackout-Vorsorge, Infrastrukturhinweisen und offiziellen Kontaktstellen.

Wichtiger Hinweis

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine offiziellen Hinweise von Behörden, Rettungsdiensten, Energieversorgern oder medizinischen Stellen.

Länderspezifische Informationen

Empfehlungen

Allgemeine Länderinformationen und Infrastruktur

Land: Deutschland

  • Ländercode: DE
  • Amtssprache: Deutsch
  • Währung: Euro (EUR)
  • Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit, im Sommer Mitteleuropäische Sommerzeit
  • Stromversorgung: in der Regel 230 V / 50 Hz, überwiegend Steckertyp F, Eurostecker Typ C ist ebenfalls üblich

Deutschland verfügt über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Trotzdem kann ein längerer Stromausfall erhebliche Auswirkungen haben. Betroffen sein können Licht, Heizung, Warmwasser, Kühlung, Aufzüge, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Kartenzahlung, Geldautomaten, Tankstellen, Verkehr, Supermärkte, Apotheken und Teile der Wasserversorgung.

Die Versorgungslage kann sich je nach Region stark unterscheiden. Großstädte, ländliche Räume, Inseln, Bergregionen und Grenzgebiete haben unterschiedliche Risiken und unterschiedliche lokale Notfallstrukturen.

Bei einem flächendeckenden Blackout ist entscheidend, dass Haushalte einige Tage ohne Einkauf, Kartenzahlung, Internet und funktionierende Infrastruktur auskommen können.

Notrufnummern

Notrufnummern in Deutschland

Die wichtigsten Notrufnummern in Deutschland sollten offline gespeichert und zusätzlich ausgedruckt vorhanden sein.

  • 112: Feuerwehr und Rettungsdienst
  • 110: Polizei
  • 116117: ärztlicher Bereitschaftsdienst für nicht lebensbedrohliche medizinische Fälle

Bei akuter Lebensgefahr, schweren Verletzungen, Brand, Unfall, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt ist die 112 zu wählen.

Bei Straftaten, akuter Gefahr, Gewalt, Einbruch, Bedrohung oder wenn polizeiliche Hilfe sofort erforderlich ist, ist die 110 zu wählen.

Die 116117 ist keine Notrufnummer für lebensbedrohliche Situationen. Sie ist für medizinische Hilfe außerhalb regulärer Praxiszeiten gedacht, wenn es dringend ist, aber kein akuter Notfall vorliegt.

Wenn Notrufnummern während eines großflächigen Stromausfalls nicht erreichbar sind, sollen nach Möglichkeit lokale Notfalltreffpunkte, Polizeidienststellen, Feuerwachen, Rathäuser oder Krankenhäuser aufgesucht werden. Welche Anlaufstellen eingerichtet werden, entscheidet die jeweilige Kommune.

Warnsysteme

Warnsysteme und offizielle Informationen

Deutschland nutzt mehrere Warnkanäle. Zuständig für Warnungen sind je nach Ereignis Bund, Länder, Landkreise, Städte oder Gemeinden.

  • Warn-App NINA: offizielle Warn-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • Cell Broadcast: Warnmeldungen direkt auf geeignete Mobiltelefone in betroffenen Gebieten.
  • MoWaS: Modulares Warnsystem des Bundes zur Verbreitung von Warnmeldungen über verschiedene Kanäle.
  • Sirenen: werden regional unterschiedlich eingesetzt und sind nicht überall vorhanden.
  • Radio und Fernsehen: bleiben wichtige Informationsquellen, besonders wenn Internet und Mobilfunk eingeschränkt sind.
  • Kommunale Stellen: Städte, Gemeinden und Landkreise können lokale Notfallinformationen, Notfalltreffpunkte und Ausgabestellen bekanntgeben.

Für Blackout-Vorsorge ist ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio sinnvoll. Mobiltelefone sollten nicht die einzige Informationsquelle sein.

Versorgungsstellen

Blackout-Vorsorge: Wasser, Vorräte, Licht, Wärme und Kommunikation

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt eine persönliche Notfallvorsorge. Praktisch sinnvoll ist ein Vorrat, mit dem ein Haushalt mehrere Tage ohne Einkauf und ohne funktionierende Infrastruktur auskommt.

  • Wasser: ausreichend Trinkwasser für alle Personen im Haushalt einplanen. Als Orientierung gelten 2 Liter pro Person und Tag.
  • Lebensmittel: haltbare Lebensmittel lagern, die ohne Kühlung auskommen und einfach zubereitet werden können.
  • Medikamente: persönliche Dauermedikation, Erste-Hilfe-Material, Hygieneartikel und wichtige Hilfsmittel bereithalten.
  • Licht: Taschenlampen, Stirnlampen, Ersatzbatterien, Kerzen nur mit sicherer Brandvorsorge verwenden.
  • Wärme: warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke vorbereiten. Alternative Heizquellen nur sicher und gut belüftet verwenden.
  • Kochen: Campingkocher oder andere alternative Kochmöglichkeiten nur nach Herstellerangaben und niemals in gefährlicher Umgebung verwenden.
  • Kommunikation: Powerbanks, Ladekabel, wichtige Telefonnummern und Adressen offline speichern und zusätzlich ausdrucken.
  • Bargeld: kleine Scheine und Münzen bereithalten, da Kartenzahlung und Geldautomaten ausfallen können.
  • Dokumente: Ausweise, Versicherungsdaten, medizinische Informationen und wichtige Unterlagen griffbereit halten.
  • Nachbarschaft: mit Familie, Nachbarn und besonders hilfsbedürftigen Personen einfache Absprachen treffen.

Bei Stromausfall können auch Wasserversorgung, Abwasser, Heizung, Mobilfunk, Internet und Einkaufsmöglichkeiten betroffen sein. Vorbereitung muss daher immer mehrere Bereiche gleichzeitig berücksichtigen.

Behörden

Behörden, Energie und konsularische Hinweise

Für Bevölkerungsschutz und Vorsorgeinformationen ist auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine zentrale Informationsquelle. Warnungen können über NINA, Cell Broadcast, Radio, Fernsehen, Sirenen und lokale Behörden erfolgen.

Bei einem Stromausfall ist in Deutschland nicht eine zentrale bundesweite Störungsnummer zuständig. Für konkrete Störungen ist in der Regel der örtliche Netzbetreiber verantwortlich. Der Stromlieferant ist nicht immer identisch mit dem Netzbetreiber.

Die Bundesnetzagentur stellt Informationen zum Energiesektor und zu Verbraucherfragen bereit, ist aber keine lokale Notruf- oder Entstörstelle.

Für dominikanische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Deutschland ist die Botschaft der Dominikanischen Republik in Berlin die zuständige offizielle Auslandsvertretung.

Rechtliche Hinweise

Rechtliche und praktische Hinweise

Diese Länderinformationen ersetzen keine behördlichen Anweisungen. Bei Warnungen, Evakuierungen, Straßensperren, Trinkwasserhinweisen oder Katastrophenlagen sind die Anweisungen der zuständigen Behörden maßgeblich.

Notrufnummern dürfen nur bei echten Notfällen verwendet werden. Allgemeine Fragen während eines Blackouts sollen nicht über Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst geklärt werden, damit die Leitungen für akute Notfälle frei bleiben.

Beim Einsatz von Kerzen, Gasgeräten, Grillern, Generatoren oder alternativen Heizquellen besteht Brand-, Explosions- und Kohlenmonoxid-Gefahr. Solche Geräte dürfen nur bestimmungsgemäß und niemals in ungeeigneten Innenräumen betrieben werden.

Wichtige Kontakte